„TCM“ – „Traditionelle Chinesische Medizin“

Die Traditionelle Chinesische Medizin („TCM“) gehört zu den ältesten erfolgreich angewandten Heilmethoden der Welt. Die Lehre von Yin und Yang ist die wichtigste Theorie in der TCM. Nach der alten chinesischen Philosophie lassen sich alle Dinge in der Natur in die zwei Polaritäten Yin und Yang einteilen: alle Veränderungen des Lebens lassen sich aus dem Wechselspiel von Yin und Yang ableiten.

Die TCM entwickelt daraus eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Gesundheit und Krankheit werden als Störung im Fluss der körpereigenen Energie, des sogenannten „Qi“ ver­standen.

Im Mittelpunkt des chinesischen Denkens über die Natur steht die Vorstellung über eine universelle Lebenskraft, bzw. Lebensenergie, „Qi“ genannt. Das Qi ist die allem Lebendigen inne wohnende Lebenskraft der Natur. Qi kann aus seinen Wirkungen und Funktionen im menschlichen Körper erfasst werden.

Die in den Leitbahnen fließende Lebensenergie ist nur eine Form des „Qi“. Das „Leitbahn-Qi“ speist sich aus:
1. Qi aus der Atemluft („Zong-Qi“)
2. Qi aus der Nahrung („Gu-Qi“)
3. Qi als von den Eltern ererbte Lebenskraft („Ursprungs-Yuan-Qi“).

Die Akupunktur ist nur ein Bestandteil der TCM, Ernährungsberatung und Er­nährungs­therapie sind ebenso elementare Bestandteile wie die Kräutertherapie (Phytotherapie).

In der TCM gibt es verschiedene „krankmachende Faktoren“, die für die Entstehung von Erkrankungen verantwortlich sind:
  • Sechs Klimatische Faktoren (z.B. Wind, Hitze, Feuchte und Kälte)
  • Falsche Ernährung (Diätfehler)
  • Ansammlung von Schleim (z.B. Wasseransammlungen im Gewebe, aber auch in Form von Heuschnupfen oder Asthma bronchiale)
  • Verletzungen (mit Blockaden in der Blutzirkulation und/oder der Leitbahnen und damit des Qi-Flusses)
  • Körperliche Erschöpfung (z.B. schwere Erkrankungen)
  • Sieben Emotionale Faktoren (z.B. Wut, Zorn, Angst und Trauer)

Krankheiten entstehen durch ein Auftreten und Zusammenwirken sogenannter äußerer, z.B. klimatischer Faktoren und innerer, emotionaler Faktoren. Die Dia­gnostik in der chinesischen Medizin erfolgt durch das Betrachten und Sehen des Patienten, bzw. Hören und Riechen, das Erfragen sowie das Untersuchen und Tasten.

Bestandteil der Untersuchung und Behandlung im Rahmen des aureolus-Konzepts ist daher neben der klassischen Untersuchung mit dem Stethoskop, dem Augen- und Ohrenspiegel die TCM- Befunderhebung mit Pulsdiagnose und die Zungendiagnose.

Aus dem Zusammenwirken dieser westlichen und chinesischen Untersuchungs­methoden kommt es zur Diagnose.

Nach gründlicher Diagnosestellung kann durch Anwendung folgender Maßnahmen eine individuelle Therapie eingeleitet werden:
  • Diätetik (Erläuterung diätetischer Maßnahmen zur Gesunderhaltung und zur Unterstützung anderer therapeutischer Verfahren)
  • Akupunkturtherapie (z.B. bei Schmerzsyndromen jeglicher Art zur Verbesserung des Qi-Flusses in den Meridianen)
  • Chinesische Phytotherapie
  • Entgiftungstherapie (z.B. gezieltes Ausleiten von krankmachender Hitze bei Neurodermitis)
  • Anleitung zu speziellen Qi Gong-Übungen (spezielle Form der chinesischen Atem- und Bewegungstherapie)
  • Maßnahmen zur Therapie emotionaler Störungen
  • Aufbautherapie
  • Vitamintherapie
  • Bioenergetischer Diät (z.B. CoEnzymQ10 zur Stärkung des Qi und des Yang)
  • Individuelle Immuntherapie